Inhalt: Die Ortschaft Brillit in der Gemeinde Gnarrenburg errichtet dem Mathematiker, Astronom, Physiker und Geodät Carl Friedrich Gauß ein Denkmal. Zum einen soll ein ca. drei Meter hohes Modell eines Vermessungsturms entstehen, zum anderen eine Gedenkstele aus schwarzem Granit. Errichtet wird das Denkmal an der Stelle, an der Gauß den trigonometrischen Punkt (TP) 1. Ordnung gesetzt hat, welcher heute als geodätischer Festpunkt nach § 9 des Niedersächsischen Gesetzes über das amtliche Vermessungswesen (NVermG) gesetzlich geschützt ist.
Ziele: Mithilfe des Denkmals soll der praktische Nutzen mathematischer Gleichungen für die Lösung von geographischen Herausforderungen sichtbar gemacht werden. Zudem trägt das Denkmal dazu bei, die noch heute nachwirkende Arbeit von Gauß in Brillit im kulturhistorischen Gedächtnis zu verankern. Die Nachbildung des Vermessungsturms weist nämlich einen direkten Bezug zum Wappen der Ortschaft auf, welches ebenfalls ein solches Turmmodell zeigt. Das neue Denkmal wird die vorhandenen Gedenkstätten zu Ehren von Gauß im Elbe-Weser-Raum ergänzen, darunter der 2009 ebenfalls durch LEADER geförderte Gauß-Aussichtsturm auf dem Litberg in Sauensiek.
Projektträger: Gemeinde Gnarrenburg
Projektkosten: 4.163,24 € (brutto)
Förderquote: 67,5 % der zuwendungsfähigen Bruttokosten
LEADER-Förderung: 2.810,19 € (brutto) bewilligt
Förderzeitraum: Februar 2026 – Oktober 2026
Stand: Bewilligt, Bewilligungsbescheid 02.02.2026

Foto Regionalmanagement: Der ab 1991 im Umlauf befindliche 10 DM-Schein war Carl Friedrich Gauß gewidmet. Ein Ausschnitt seines Vermessungsnetzes, inklusive Brillit, war auf der Rückseite abgebildet.
